Martin Elsaesser und der moderne Kirchenbau heute

Kolloquium am 7. Juni 2013 in Niederursel

Martin Elsaesser hat Anfang des 20. Jahrhunderts vor allem in Württemberg zahlreiche, multifunktionale Kirchenbauten errichtet. Er hat dabei Räume geschaffen, welche sich die Gemeinden in vielfältiger Hinsicht aneignen konnten. Mit dem Medium der Architektur hat er den Kirchengemeinden ein Spiegelbild ihrer Selbst angeboten. Mit dieser Reflexivität ist der Vorgang der Aneignung einer Gestalt verbunden, in der sich eine Gemeinde wiederfinden und mit der sie sich weiterentwickeln kann. Diese Bedeutung und das Verständnis der Moderne bei Martin Elsaesser scheinen auch heute für eine zukunftsweisende Funktionsbestimmung des Kirchenbaus relevant. Sie dienen der Ortsbestimmung und der Zukunftsfähigkeit von Gemeinden.

Viele der von Martin Elsaesser gebauten Kirchen feiern derzeit ihr 100jähriges Bestehen und sollen teilweise denkmalschutzgerecht nach der ursprünglichen Ausgestaltung renoviert werden. So auch die 1928 von Martin Elsaesser gebaute Gustav-Adolf-Kirche in Frankfurt a.M. Niederursel, die in die Reihe der wichtigsten Sakralbauten des 20. Jahrhunderts gehört. Hier findet das Kolloquium statt. Die Veranstaltung wird nicht nur ein Expertengespräch über das Kirchenbauschaffen Martin Elsaessers sein, sondern sich beispielhaft auf diese Kirche und ihre Weiterentwicklung beziehen.

Tagungsablauf: 

Anreise: 9 Uhr

Anmeldung und Kaffee: bis 9.30 h
Eröffnung der Tagung, Vorstellung der Teilnehmenden (Dr. Konrad Elsässer, Frankfurt)
Kirchenbau und Moderne (1920-1940). Anmerkungen zu einer traditionsverbundenen Baugattung (Dr. Christian Welzbacher, Berlin)
Vom Nüchternen und Numinosen. Sakral- und Profanbau im Werk Martin Elsaessers (Dr. Jörg Schilling, Hamburg)
Die Kirchenbauten Martin Elsaesser im Spiegel der Kirchenbautagungen (Dr. phil. habil. Elisabeth Spitzbart, Karlsruhe)
Diskussion
Mittagspause
Kirchenbauten im Kontext des Neuen Frankfurt zwischen 1925 und 1932 (Ulrike Schubert M.A., Frankfurt)
Führung durch die Gustav-Adolf-Kirche - Beispiel für eine denkmalschutzgerechte Renovierung (Professor DW Dreysse, Frankfurt)
Welchen Raum sollte eine protestantische Kirche heute dem religiös interessierten Individuum bieten? (Prof. Dr. Thomas Erne, Marburg)
Diskussion und Ausblick



Teilnahme erwünscht von allen Interessierten, von Studierenden, insbesondere auch von Vertretern/innen betroffener und interessierter Gemeinden, von Architekten / innen, Bauhistorikern/innen , Restauratoren/innen

Anmeldung beim Institut für Kirchenbau der EKD, Marburg (bis 27. Mai 2013)

Kostenbeitrag zum Mittagessen: € 10.-

Zeit : 7. Juni 2013, 9.30 bis 16.30 Uhr

Ort : Gustav- Adolf-Kirche, Alt-Niederursel 30, 60439 Frankfurt am Main

Veranstalter: Martin-Elsaesser-Stiftung, Frankfurt am Main, in Kooperation mit dem Institut für Kirchenbau der EKD, Marburg

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